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Qualitätskontrolle in der Reinigung: Wie sich Sauberkeit messen lässt

Symbolbild Gebäudereinigung

Sauberkeit lässt sich nicht messen, Tätigkeiten dagegen schon. Genau darin liegt der Schlüssel zu jeder funktionierenden Qualitätskontrolle: Nicht der Eindruck wird geprüft, sondern ob das vereinbarte Ergebnis an definierten Punkten vorliegt. Wer über Eindrücke streitet, kommt nie zu einem Ergebnis, weil beide Seiten recht haben.

Warum der subjektive Eindruck als Maßstab scheitert

Zwei Menschen betreten denselben Raum und sehen Verschiedenes. Der eine achtet auf den Boden, der andere auf die Fensterbank, der dritte riecht etwas. Alle drei haben recht, und keiner von ihnen liefert einen Maßstab, mit dem ein Betrieb arbeiten kann.

Dazu kommt der Zeitpunkt. Ein Raum unmittelbar nach der Reinigung ist etwas anderes als derselbe Raum am Ende eines Nutzungstages. Wer nachmittags kontrolliert und morgens gereinigt hat, prüft die Nutzung und nicht die Leistung. Das ist der häufigste Denkfehler bei Beschwerden.

Prüfen, was beschrieben ist

Eine Kontrolle kann nur prüfen, was vorher festgelegt wurde. Deshalb hängt sie am Leistungsverzeichnis: Wo Tätigkeiten stehen, ist die Kontrolle einfach. Wurde der Papierkorb geleert, wurde der Spiegel bearbeitet, wurden die Griffbereiche abgewischt, wurde die Fläche unter dem Möbel erreicht.

Sinnvoll ist, sich dabei auf wenige aussagekräftige Punkte zu konzentrieren statt auf eine lange Liste. Bewährt haben sich die Stellen, an denen sich zeigt, ob mit oder ohne Zeitdruck gearbeitet wurde:

  • Ecken und Kanten, die die Maschine nicht erreicht
  • der Bereich hinter der Tür
  • Sockelleisten und der Übergang zum Boden
  • die Unterseite von Griffen und Klinken
  • der Bereich um den Papierkorb
  • Fugen und Randbereiche im Sanitärbereich

Diese Punkte sind aussagekräftig, weil sie zuerst ausfallen, wenn die Zeit nicht reicht. Wer sie prüft, weiß mehr über den Zustand eines Objekts als jemand, der auf die Mitte des Raumes schaut.

Stichprobe statt Vollkontrolle

Ein ganzes Objekt zu kontrollieren ist unwirtschaftlich und lehrt wenig. Aussagekräftiger ist die Stichprobe: wenige Bereiche, nach Zufall ausgewählt, in wechselnden Abständen. Wichtig ist der Zufall. Eine Kontrolle, die immer denselben Raum betrifft, erzeugt einen Raum, der immer sauber ist.

Ebenso wichtig ist die Regelmäßigkeit. Eine Kontrolle, die nur nach einer Beschwerde stattfindet, produziert eine Sammlung von Ausnahmen. Eine Kontrolle, die läuft, erzeugt ein Bild darüber, ob ein Objekt hält oder abgleitet.

Die gemeinsame Begehung

Das wirksamste Instrument ist die gemeinsame Begehung mit dem Betrieb, in ruhigen Abständen und nicht im Ärger. Zwei Menschen laufen dasselbe Objekt ab und sehen dieselben Punkte. Was der eine als Mangel sieht, erklärt der andere als nicht beauftragt, und beides ist wertvoll.

Aus dieser Begehung entstehen meist zwei Sorten von Ergebnissen: Dinge, die der Betrieb abstellen kann, und Dinge, die nie im Verzeichnis standen. Die zweite Sorte ist die interessantere, denn sie zeigt die Lücke zwischen Ihrer Erwartung und dem Vertrag. Solange diese Lücke besteht, wird keine Kontrolle sie schließen.

Was Kontrolle nicht leisten kann

Kontrolle ersetzt keine Kalkulation. Wenn im Angebot zu wenig Zeit steckt, wird auch die beste Prüfung nur immer wieder dieselben Lücken finden. Der Betrieb kann nicht liefern, was er nicht kalkuliert hat, und dauerhafter Druck führt dann nur zu Personalwechsel, der die Qualität weiter senkt.

Wenn eine Kontrolle also über längere Zeit dieselben Befunde zeigt, ist die Frage selten, ob genug kontrolliert wird. Meist stimmt die Grundlage nicht.

Fazit

Qualitätskontrolle funktioniert über beschriebene Tätigkeiten, wenige aussagekräftige Prüfpunkte, zufällige Stichproben und die gemeinsame Begehung. Sie deckt auf, was ausfällt, und ebenso, was nie vereinbart war. Was sie nicht kann, ist eine zu knappe Kalkulation ausgleichen.

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